investing Lesedauer: 8 min Erscheinungsdatum: 30.06.2026

NEUES GESUNDHEITSZENTRUM STÄRKT KÜNFTIG DIE VERSORGUNG IN VILLACH

© Stadt Villach | Marta Gillner
Vertreter:innen des Projektes präsentieren das neu geplante Gesundheitszentrum

In unmittelbarer Nähe des LKH Villach entsteht derzeit ein zukunftsweisendes Projekt für die medizinische Nahversorgung in der Draustadt: In der Schubertstraße, auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Petschnig, wird eine neue Primärversorgungseinheit (PVE) errichtet. Damit wird ein wichtiger Schritt gesetzt, um die ambulante Gesundheitsversorgung in der Stadt nachhaltig zu stärken und zu modernisieren.

Nach Abschluss aller vertraglichen Grundlagen laufen derzeit die konkreten Vorbereitungen für den Baustart. Die Fertigstellung ist für das zweite Halbjahr 2027 geplant.

 

MEDIZINISCHE VERSORGUNG UNTER EINEM DACH

Das neue Gesundheitszentrum wird auf rund 720 Quadratmetern entstehen und sich barrierefrei über zwei Geschosse erstrecken. Patient:innen erwartet ein umfassendes Angebot an einem zentralen Standort: Geplant sind unter anderem drei Arztordinationen, ein Diagnostikraum, ein Behandlungsraum für kleinere Eingriffe sowie mehrere Räume für Infusionen, Schmerztherapie und Wundversorgung. Ergänzt wird das Angebot durch neun weitere Beratungs- und Therapieräume.

Damit soll eine moderne, zentrale Anlaufstelle für die ambulante Versorgung geschaffen werden, die unterschiedliche medizinische und therapeutische Leistungen für Kassenpatient:innen bündelt.

 

ERWEITERTE ÖFFNUNGSZEITEN FÜR MEHR FLEXIBILITÄT

Ein besonderer Vorteil für Patient:innen ist die erweiterte Öffnungszeit. Das Zentrum wird von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 19 Uhr und am Samstag von 7 bis 12 Uhr geöffnet sein. Damit soll vor allem Berufstätigen der Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtert werden.

 

INTERDISZIPLINÄRES TEAM FÜR EINE UMFASSENDE BETREUUNG

Insgesamt werden in der neuen Einrichtung 14 Vollzeitstellen geschaffen, die eine Arbeitszeit von rund 65 Stunden pro Woche umfassen. Das Kernteam besteht aus drei Allgemeinmediziner:innen, drei diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften sowie vier Ordinationsassistent:innen.

Ergänzt wird dieses Team durch Fachpersonal aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Diätologie, Sozialarbeit sowie der klinischen Psychologie und Psychotherapie. So entsteht ein breit aufgestelltes Versorgungsangebot, das verschiedene gesundheitliche Bedürfnisse abdeckt.

 

STARKE PARTNERSCHAFTEN IM GESUNDHEITSWESEN

Das Gebäude wird von Humanomed errichtet, die Primärversorgungseinheit wird später von der KABEG betrieben. Durch die unmittelbare Nähe zum LKH Villach ergeben sich zudem wichtige Synergien in der medizinischen Versorgung.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 7,2 Millionen Euro. Zusätzlich unterstützt der Kärntner Gesundheitsfonds das Projekt mit einer Anschubfinanzierung in der Höhe von 180.000, weitere Fördermittel werden geprüft. Der laufende Betrieb wird künftig gemeinsam von Sozialversicherungsträgern, dem Land Kärnten und dem Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) getragen.

 

NACHHALTIG, MODERN UND GUT ERREICHBAR

Auch in Sachen Nachhaltigkeit setzt das Projekt Maßstäbe: Das Gebäude wird nach dem klimaaktiv-Gold-Standard errichtet – dem höchsten österreichischen Gütesiegel für nachhaltiges Bauen. Geplant sind zudem eine Photovoltaikanlage sowie Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge.

Für eine gute Erreichbarkeit sorgt neben der Lage auch eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen im Untergeschoss. Zusätzlich ist das Zentrum gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.

 

EIN GEWINN FÜR DIE STADT UND IHRE BEWOHNER:INNEN

Mit der neuen Primärversorgungseinheit wird die medizinische Versorgung in Villach auf ein neues Niveau gehoben. Kurze Wege, gebündelte Leistungen, moderne Infrastruktur und erweiterte Öffnungszeiten machen das Zentrum zu einem wichtigen Baustein für die Gesundheitsversorgung und Lebensqualität der Zukunft in der Region.