WOHNBAU-OFFENSIVE: RUND 450 NEUE WOHNUNGEN FÜR VILLACH

In Villach entsteht derzeit ein kräftiger Schub für den geförderten Wohnbau: Rund 450 neue Wohnungen werden in den kommenden Jahren realisiert und sollen den angespannten Wohnungsmarkt spürbar entlasten. Ziel ist es, leistbaren Wohnraum zu schaffen, der deutlich unter dem Preisniveau des privaten Marktes liegt.
WACHSENDE STADT, STEIGENDER BEDARF
Villach wächst kontinuierlich. Mit einem Bevölkerungsplus von 0,5 Prozent im letzten Jahr liegt die Draustadt über dem Österreich-Schnitt von 0,2 Prozent. Insgesamt leben bereits über 66.000 Menschen in Villach, rund 6.000 mehr als noch vor zehn Jahren.
Auffällig ist vor allem auch die Haushaltsstruktur: Überdurchschnittlich viele Menschen leben alleine in der Draustadt. Diese Entwicklung erhöht den Bedarf an kleineren, leistbaren Wohneinheiten zusätzlich und verstärkt den Druck auf den Wohnungsmarkt.
GEGENSTEUERUNG DURCH GEFÖRDERTEN WOHNBAU
Steigende Bau- und Lebenshaltungskosten sowie hohe Inflation haben die Wohnkosten in den letzten Jahren deutlich steigen lassen. Die Stadt setzt daher gezielt auf geförderten Wohnbau als wichtigste Gegenmaßnahme.
Dabei stellt die Stadt Genossenschaften Grundstücke zu günstigen Konditionen zur Verfügung, ergänzt durch Förderungen des Landes Kärnten. So entstehen Wohnungen, deren Mieten deutlich unter jenen am freien Markt liegen. Ziel ist es, den Druck am Markt zu reduzieren und gleichzeitig soziale Fairness zu stärken.
KONKRETE PROJEKTE IN DER GANZEN STADT
Derzeit werden zahlreiche Bauvorhaben umgesetzt bzw. vorbereitet. In der Millesistraße werden bestehende Gebäude von „meine Heimat“ aufgestockt – insgesamt entstehen hier 24 zusätzliche Wohnungen. In St. Magdalen werden 35 Wohnungen inklusive Tiefgarage errichtet, in St. Leonhard rund 75 und in Maria Gail weitere 24 Wohneinheiten. Auch in St. Martin sind zusätzliche 12 Wohnungen in Planung. Insgesamt fließen im Rahmen der Wohnbau-Offensive mehr als 60 Millionen Euro in den Ausbau des Wohnraums.
Ein besonderes Projekt wird ab Herbst 2026 in Landskron umgesetzt: Eine leerstehende ehemalige Supermarkt-Filiale in der Dr.-Karl-Renner-Straße wird abgerissen und durch 25 bis 30 geförderte Wohnungen ersetzt. Dabei entsteht kein zusätzlicher Bodenverbrauch, gleichzeitig kann die bestehende Infrastruktur wie Fernwärme und Strom direkt weitergenutzt werden.

MEHR LEISTBARES WOHNEN DURCH GENOSSENSCHAFTEN
Ein weiterer Schwerpunkt der Wohnbau-Offensive liegt auf gefördertem Eigentum. Im Zuge eines Projekts der „meine Heimat“ in Völkendorf entstehen 111 Eigentumswohnungen, die dank öffentlicher Förderung deutlich günstiger angeboten werden können als am freien Markt. Der Quadratmeterpreis liegt bei rund 4.000 Euro – im Vergleich zu durchschnittlich etwa 5.000 Euro oder mehr in Villach. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung ergibt sich so eine Ersparnis von bis zu 100.000 Euro. Entsprechend hoch ist auch die Nachfrage: Fast die Hälfte der Wohnungen ist bereits vergeben.
EIN STARKES SIGNAL FÜR LEISTBARES WOHNEN
Mit der aktuellen Wohnbau-Offensive setzt Villach ein deutliches Zeichen: Durch gezielte Investitionen, enge Zusammenarbeit mit Genossenschaften und starke öffentliche Förderung entsteht leistbarer Wohnraum für viele Menschen – und das in einer Stadt, die weiter wächst.



