KUNST & KULTUR AUF SCHIENE – EIN FULMINANTER START DER WESTBAHN IN DEN SÜDEN

Am 27. März lud die Westbahn zur Einweihung ihrer neuen Strecke zwischen Wien und Villach zu einer unvergesslichen Jungfernfahrt ein. Der offizielle Start des privaten Bahnanbieters in den Süden stand ganz im Zeichen der Kultur: Sowohl der bis zu 250 km/h schnelle Zug, als auch die Bahnhöfe in Klagenfurt und Villach verwandelten sich in spektakuläre Bühnen für Musik, Tanz, Literatur und Malerei.
Das Ziel der Kulturfahrt war der Endbahnhof Villach – Kärnten Hauptbahnhof –, wo die geladenen Gäste herzlich empfangen wurden. Gemeinsam mit der Tourismusregion Villach und der Industrie- und Tourismusinitiative welcome2villach bereitete die Stadt Villach den Reisenden ein festliches Willkommen mit kulinarischen Spezialitäten und musikalischer Unterhaltung. Gleichzeitig nutzte man die Gelegenheit, Villach als Kulturstadt, attraktives Reiseziel sowie als vielversprechenden Arbeits- und Lebensmittelpunkt zu präsentieren.
EINE ZUGFAHRT IM ZEICHEN DER KULTUR
Unter dem Motto „Kunst & Kultur auf Schiene in Kärnten Koroška“ wurde bei der Premierenfahrt einer der drei neuen SMILE Hochgeschwindigkeitszüge von Stadler feierlich eingeweiht. Das kulturelle Leitmotiv war bereits am äußeren Erscheinungsbild des Zuges ersichtlich: Alle drei Garnituren, die seit 1. März offiziell auf der Strecke Wien–Villach im Einsatz sind, sind mit auffälligen Beklebungen geschmückt.
Diese präsentieren bedeutende Kulturinstitutionen und - initiativen Kärntens, darunter das Landesmuseum Kärnten, die Künstlerstadt Gmünd, das Ingeborg Bachmann-Haus, der Carinthischen Sommer, das Ensemble Porcia, das Museum Moderner Kunst Kärnten, das Lassnig Atelier, die Kulturstadt Bleiburg/Pliberk, das Theater Heunburg und das Liaunig Museum in Neuhaus/Suha.

Auch im Inneren des Zuges verwandelte sich die dreieinhalbstündige Fahrt in ein mobiles Kulturfestival.
KULTURGENUSS AUF SCHIENE
Bereits am Sitzplatz wurden die Fahrgäste mit einem süßen Frühstücksgruß aus Kärnten begrüßt: Insgesamt 1.000 Mini-Reindlinge der Bäckerei Berger sorgten für einen genussvollen Start in den Tag. Begleitend dazu erhielten die Gäste Lesestoff mit Informationen zum Programm der Premierenfahrt sowie zu Kärntens vielfältiger Kulturszene.
Die künstlerische Gestaltung des Programms wurde von der Intendantin des Carinthischen Sommers Nadja Kayali gemeinsam mit Florian Eisner (Ensemble Porcia), Andreas Ickelsheimer (Heunburg Theater) und Arthur Ottowitz (Werner Berg Museum) Bleiburg/Pliberk kuratiert.
Während der gesamten Fahrt konnten die Gäste getrost auf ihren Plätzen sitzen bleiben, denn die abwechslungsreichen kulturellen Darbietungen wurden von den teilnehmenden Kärntner Künstler:innen direkt zu ihnen gebracht: Eine Walking Gallery des Werner Berg Museum und des Heunburg Theater zeigte Zug- und Fahrgastbilder von Werner Berg und präsentierte eine szenische Lesung aus dem Biodrama „Christine Lavant & Werner Berg: Du bist mir jetzt schon der Himmel und die Erde“. Musikalische Acts von Company of Music, Duo Sonoma, dem Hillibilli Trio, dem Quintett Petzen sowie Salah Ammo und Peter Gabis sorgten für Klangvielfalt. Kabaretteinlagen des Ensemble Porcia, literarische Lesungen von Lojze Wieser und Barbara Maier, eine Tanzperformance von WoMen Art sowie eine Live-Malaktion von Johann Julian Taupe rundeten das Programm ab und machten die Zugfahrt selbst zum kulturellen Erlebnis.
HOCHKARÄTIGE GÄSTE
Unter den Gästen der Jungfernfahrt befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Tourismus, Medien und Kultur. Neben Westbahn-Eigentümer Hans Peter Haselsteiner sowie den Geschäftsführern Marco Ramsbacher und Thomas Posch nahmen unter anderem Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig, Landeshauptmann Peter Kaiser, sein designierter Nachfolger Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig teil. Ebenfalls an Bord waren die Nationalratsabgeordnete Olga Voglauer, Ex-Außenministerin Ursula Plassnik sowie der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Valentin Inzko.
Auch Villachs Bürgermeister Günther Albel und Stadtmarketing-Chef Pierre Bechler waren eigens am Vorabend nach Wien gereist, um an der historischen Fahrt teilzunehmen.
Aus Tourismus und Hotellerie waren unter anderem Werzers-Hausherr Hans-Werner Frömmel und Hoteldirektor Roland Hirtenfelder vertreten. Die Tourismusregionen wurden durch Georg Overs (Region Villach) und Robert Karlhofer (Region Südkärnten) repräsentiert, ebenso wie Kärnten-Werbung-Geschäftsführer Klaus Ehrenbrandtner.
Auch zahlreiche Medienvertreter:innen begleiteten die Fahrt, darunter ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard, ORF-III-Kulturprogrammchef Peter Fässlacher, die ehemalige ORF-Moderatorin Claudia Reiterer sowie der frühere ORF-Korrespondent Eugen Freund. Ebenfalls unter den Gästen war Christina Traar, Chefredakteurin der Kleinen Zeitung Wien.
Weitere bekannte Persönlichkeiten an Bord waren Ex-Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, Ex-ORF-Chef und Rapid-Präsident Alexander Wrabetz sowie Klagenfurts Dompfarrer Peter Allmaier.
Aus der Kulturszene waren zudem der Intendant des Stadttheaters Klagenfurt, Aron Stiehl, sowie Bundestheater-Chef Christian Kircher an Bord.
DAS ZIEL: DER KÄRNTEN HAUPTBAHNHOF
Ihren Höhepunkt erreichte die Premierenfahrt im Endbahnhof Villach. Dort wurden die Gäste von der Jauntaler Trachtenkapelle musikalisch empfangen. Gemeinsam mit der Kapelle zogen sie in einer Plakatkarawane der Kärntner Kulturevents bis zum Bahnhofsvorplatz, wo bereits die Stadtkapelle des Eisenbahnmusikvereins wartete.

Unter der Moderation von Ute Pichler wandte sich zuerst Bürgermeister Günther Albel mit einer Willkommensrede an die frisch Angekommenen. Danach richteten auch die Landesräte Daniel Fellner und Sebastian Schuschnig sowie Landeshauptmann Peter Kaiser ihre Worte an die Anwesenden. Musikalisch umrahmt wurde die Zeremonie von Zither- und Mundharmonikaklängen von Silvia Igerc & Arthur Ottowitz.
Im Anschluss hatte die Gesellschaft rund eine Stunde Zeit, sich mit Kärntner Kasnudeln des Villacher Brauhofs sowie einem eigens für diesen Anlass gebrandeten Bier zu stärken. Gesättigt, mit einem Willkommenspaket und zahlreichen Informationen über Villach im Gepäck, ging es schließlich gegen 13 Uhr zurück Richtung Wien.
Mit dieser außergewöhnlichen Kulturfahrt setzte die Westbahn nicht nur ein starkes Zeichen für ihre neue Verbindung zwischen Wien und Villach, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie moderne Mobilität, Kultur und regionale Identität miteinander verknüpft werden können. Für Villach bedeutet die neue Direktverbindung einen weiteren wichtigen Schritt, um als Kulturstadt, Wirtschaftsstandort und attraktive Destination im Süden Österreichs noch stärker sichtbar zu werden.









